{"id":273,"date":"2019-04-25T16:53:07","date_gmt":"2019-04-25T15:53:07","guid":{"rendered":"http:\/\/whataboutblog.de\/?p=273"},"modified":"2019-12-12T17:07:01","modified_gmt":"2019-12-12T16:07:01","slug":"unterricht-i-spielerisch-zu-einer-besseren-lernatmosphaere-mein-erfahrungsbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/whataboutblog.de\/?p=273","title":{"rendered":"&#8230;Lernatmosph\u00e4re &#8211; Erfahrungsbericht zu meinem spielerischen Belohnungssystem"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> &#8222;Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.&#8220;<br><\/p><cite> <em><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/de.wikiquote.org\/wiki\/Friedrich_Schiller\" target=\"_blank\">Friedrich Schiller<\/a>, Briefe \u00fcber die \u00e4sthetische Erziehung des Menschen<\/em> (1795), 15. Brief <em>(zitiert nach <\/em><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Wikiquote (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/de.wikiquote.org\/wiki\/Spiel\" target=\"_blank\"><em>Wikiquote<\/em><\/a><em>)<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Spiel als ureigener Ausdruck des Menschseins &#8211; so formulierte es Friedrich von Schiller im ausgehenden 18. Jahrhundert. Nun gilt er nicht als Universalgelehrter wie sein Zeit- und Schreibgenosse Goethe, doch seinem Ausspruch wird man wohl kaum widersprechen. Gerade und insbesondere im Spiel zeigt der Mensch sein wahres Gesicht und ist im wahrsten Sinne des Wortes er selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch ausgerechnet unseren Kindern m\u00f6chten wir dieses Menschsein scheinbar nur mit Abstrichen zugestehen. Wer hat als Sch\u00fcler*in nicht regelm\u00e4\u00dfig den Satz geh\u00f6rt: &#8222;Erst die Arbeit, dann das Vergn\u00fcgen!&#8220;, wenn es um das Thema Hausaufgaben ging? Schulische Arbeit hatte und hat stets Vorrang vor Freizeit und vor dem Spielen, so ist es seit Urzeiten, &#8222;das Mensch Sein&#8220; muss warten. Das ist umso erstaunlicher, da es grundlegendes Ziel von Schule ist, Kinder und Jugendliche zu individuellen und zur Gesellschaft beitragenden Menschen auszubilden. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gl\u00fccklicherweise haben schon Generationen von Lehrer*innen die Wahrheit hinter Schillers Aussage erkannt und das Spielen <\/strong><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"bereits im 19. Jahrhundert in den Schulunterricht integriert (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.friedrich-froebel-online.de\/p-%C3%A4-d-a-g-o-g-i-k\/spiel\/\" target=\"_blank\"><strong>bereits im 19. Jahrhundert in den Schulunterricht integriert<\/strong><\/a><strong>.<\/strong> Ein Blick in die Welt des Tierreichs reicht schlie\u00dflich um zu verstehen, dass<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Ein Blick in die Welt des Tierreichs reicht um zu verstehen, dass das Spielen eine essenzielle und \u00e4u\u00dferst effektive M\u00f6glichkeit ist Lernerfolge zu erreichen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/spielende-tiere-sinn-des-verhaltens-von-tieren-erforscht-a-1012054.html\" target=\"_blank\"> das Spielen eine nat\u00fcrliche und effektive M\u00f6glichkeit ist, Lernerfolge zu erreichen<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Seit einigen Jahren gibt es f\u00fcr dieses methodische Konzept einen Fachbegriff: <strong><em><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gamification\" target=\"_blank\">Gamification<\/a><\/em><\/strong>. <strong>Darunter versteht man den Einsatz spielerischer Elemente in nicht-spielerischen Kontexten, wie z.B. <\/strong><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"dem Unterricht (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.cornelsen.de\/magazin\/beitraege\/was-bringt-gamification-im-unterricht\" target=\"_blank\"><strong>dem Unterricht<\/strong><\/a><strong>.<\/strong> Zur Frage, welche verschiedenen Formen der Gamifizierung es gibt, haben sich namhafte P\u00e4dagogen und Lernpsychologen ausf\u00fchrlich Gedanken gemacht, z.B. <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Nando St\u00f6cklin (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/www.nandostoecklin.ch\/gamification\" target=\"_blank\">Nando St\u00f6cklin<\/a> oder Mitglieder der <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Digitale Gesellschaft NRW (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.grimme-institut.de\/publikationen\/schriftenreihe\/p\/d\/spielend-lernen-computerspielen-in-schule-und-unterricht\/\" target=\"_blank\">Digitalen Gesellschaft NRW<\/a>. Nachdem auch ich mich nun mit dem Thema auseinandergesetzt habe und es im Unterrichtskontext ausprobiert habe, m\u00f6chte ich von meinen Erfahrungen zu gamifiziertem Unterricht berichten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Ausgangssituation<\/h4>\n\n\n\n<p>Vor etwas mehr als 8 Monaten habe ich meine aktuelle Klasse \u00fcbernommen, die sich aus nicht ganz zwei Dutzend recht agilen Viertkl\u00e4sslern zusammensetzt. Ihre bisherige Schullaufbahn stand nicht unter dem besten Stern, denn die Klasse musste mehrere Klassenlehrerwechsel \u00fcberstehen. Ich fand somit 22 nette Kinder vor, die jedoch ein eher ung\u00fcnstiges und unstetes Verst\u00e4ndnis von Lernorganisation und Unterrichtsatmosph\u00e4re hatten. Es f\u00fchlte sich ein wenig so an, als w\u00fcrde jede*r Einzelne nur so viel (mit)arbeiten wie unbedingt notwenig, und kooperative oder kommunikative Unterrichtsphasen verliefen f\u00fcr alle eher st\u00f6rend als lernf\u00f6rderlich. <strong>Da mir die Basics des Primarstufenunterrichts nicht vertraut waren, beschloss ich, ein spielerisches Unterrichtsszenario auszuprobieren, um das Klassenklima zu verbessern<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><u><strong>Mein Grundgedanke war folgender:<\/strong><\/u> <strong>Der Unterricht sollte in ein \u00fcbergeordnetes Spiel eingebettet sein, in welchem die Sch\u00fcler*innen durch das Bearbeiten verschiedener Aufgabenstellungen Belohnungen erhielten und beim Missachten von Regeln sanktioniert w\u00fcrden. <\/strong>So sollten sie f\u00fcr Verhaltensregeln sensibilisiert und zu einer angemessenen Arbeitshaltung angeregt werden. Das Spiel sollte von au\u00dferhalb des Spielfelds (= Klasse\/ Lerngruppe) so wenig wie m\u00f6glich beeinflusst werden k\u00f6nnen, und die Belohnungen als auch die Bestrafungen sollten zwar im Rahmen des Spiels viel, aber nach au\u00dfen so wenig Bedeutung wie m\u00f6glich haben. Dies sollte die Kinder zur Mitwirkung animieren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Meine Ziele<\/h4>\n\n\n\n<p>Jede Lehrkraft legt in ihrem Unterricht andere Schwerpunkt, insbesondere hinsichtlich des erw\u00fcnschten Sch\u00fclerverhaltens. Mein Ideal einer lernf\u00f6rderlichen Klassenatmosph\u00e4re kommt dem <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"4K-Modell des Lernens (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/4K-Modell_des_Lernens\" target=\"_blank\">4K-Modell des Lernens<\/a> recht nahe. Gerade in besonders heterogenen Lerngruppen wie meiner Klasse halte ich f\u00fcr unabdingbar, dass die Sch\u00fcler*innen wissen, wie sie <strong>zielf\u00fchrend kooperativ arbeiten<\/strong>. Sie sollen die M\u00f6glichkeit und F\u00e4higkeit haben, sich in Arbeitsphasen regelm\u00e4\u00dfig auszutauschen, sei es um gemeinsam eine schwierige Aufgabe anzugehen oder um sich gegenseitig zu helfen. <strong>Wertsch\u00e4tzende und konstruktive R\u00fcckmeldung<\/strong> geh\u00f6rt f\u00fcr mich ebenfalls dazu, denn so lernen sie, sich kritisch mit sich und ihrer Umwelt <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"zum Wohle aller (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/kodokanjudoinstitute.org\/en\/doctrine\/word\/jita-kyoei\/\" target=\"_blank\">zum Wohle aller<\/a> auseinanderzusetzen. Im Idealfall sind die Kids auch motiviert, <strong>freiwillig mehr zu arbeiten<\/strong> und sich auch einmal <strong>mit Spa\u00df an der Sache g\u00e4nzlich an neuen Aufgabenformaten zu versuchen<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p><u><strong>Das Belohnungssystem sollte daher folgende Ziele verfolgen:<\/strong><\/u><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Verbesserung der Arbeitshaltung (regelm\u00e4\u00dfiges Anfertigen von Hausaufgaben, aktive Mitarbeit)<\/li><li>Anregung zum Nachfragen und Korrigieren<\/li><li>F\u00f6rderung von Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterst\u00fctzung<\/li><li>Motivierung zur freiwilligen Besch\u00e4ftigung mit Lernmaterialien<\/li><li><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das <em>&#8222;Coin-System&#8220;<\/em><\/h4>\n\n\n\n<p>Bei der konkreten Umsetzung meiner \u00dcberlegungen bediente ich mich am Konzept des Unterrichtsspiels <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Classcraft (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.classcraft.com\/de\/\" target=\"_blank\"><em>Classcraft<\/em><\/a>. Hierbei handelt es sich, sehr verk\u00fcrzt gesprochen, um eine digitale Unterrichtsplattform, die das Unterrichtsgeschehen in ein Spiel verwandelt. Jede*r Sch\u00fcler*in wird zu einer Spielfigur und kann w\u00e4hrend des Unterrichts Punkte sammeln, die sie\/er im Verlauf der Stunde f\u00fcr andere Dinge einsetzen kann. Bei negativem Verhalten gehen allerdings auch Punkte verloren. Durch den Wechsel von Belohnung und Saktionierung sollen erw\u00fcnschte Verhaltensweisen gef\u00f6rdert werden. Da <em>Classcraft <\/em>jedoch aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden nicht zu meiner Klasse passte, modifizierte ich das System ein wenig.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"267\" src=\"http:\/\/whataboutblog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/glass-blocks-1165137_12801.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-275\" srcset=\"https:\/\/whataboutblog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/glass-blocks-1165137_12801.jpg 400w, https:\/\/whataboutblog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/glass-blocks-1165137_12801-300x200.jpg 300w, https:\/\/whataboutblog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/glass-blocks-1165137_12801-360x240.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption><a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/glassteine-kontrast-muggelsteine-1165137\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Bildquelle: pixabay (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Bildquelle: pixabay<\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Kernelement meines Systems sind bunte Glas- oder Muggelsteinchen, die ich <\/strong><em><strong>Coins<\/strong><\/em><strong> nenne<\/strong> und die die Funktion der Punkte aus <em>Classcraft <\/em>\u00fcbernehmen. <strong>Diese k\u00f6nnen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sich durch positives Verhalten und das Absolvieren von Bonusaufgaben (&#8222;Quests&#8220;) erspielen<\/strong>. Dazu geh\u00f6rt u.a.:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Erledigen von freiwilligen Zusatzaufgaben (z.B. Lesebl\u00e4tter, Logik-R\u00e4tsel, Abschreib\u00fcbungen,&#8230;)<\/li><li>\u00dcbernehmen von Mehrarbeit (z.B. Klassendienste)<\/li><li>Unterst\u00fctzen anderer als Lernhelfer<\/li><li>Beantworten besonders schwerer Fragen<\/li><li>Finden und Verbessern von Fehlern an der Tafel und in Unterrichtsmaterialien<\/li><li>Schreiben von Beitr\u00e4gen im <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Klassenblog (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/iderblog.eu\/\" target=\"_blank\">Klassenblog<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der Woche erh\u00e4lt jedes Kind einen (zu Beginn des Experiments waren es zwei) Coins als <strong>&#8222;Startguthaben&#8220;<\/strong>, weiteres Guthaben muss erspielt werden. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Coins k\u00f6nnen prinzipiell jederzeit f\u00fcr materielle Dinge eingetauscht werden.<\/strong> Zur Auswahl standen bislang:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>&#8222;Spielzeit&#8220; w\u00e4hrend Arbeitsphasen<\/li><li>selbst\u00e4ndige Besch\u00e4ftigung am Computer (z.B. im Klassenblog oder einer Lernwerkstatt)<\/li><li>S\u00fc\u00dfigkeiten<\/li><li>kleine Spielereien (z.B. lustige Radiergummis, Stifte, Schl\u00fcsselanh\u00e4nger,&#8230;)<\/li><li>Kinder- und Jugendb\u00fccher<\/li><li>Teilnahme an klasseninternen Verlosungen<\/li><li>ein besonderes Kleidungsst\u00fcck in der Klasse tragen (z.B. eine M\u00fctze)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen sich mit Hilfe der Coins au\u00dferdem &#8222;Arbeitserleichterungen&#8220; verschaffen.<\/strong> Diese sind jedoch deutlich &#8222;teurer&#8220; und jeweils an Bedingungen gekn\u00fcpft: <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><em>Hausaufgabenfrei<\/em> kann nur f\u00fcr die ganze Tischgruppe eingetauscht werden, und mindestens zwei Kinder der Gruppe m\u00fcssen von ihren Coins investieren.<\/li><li>einen &#8222;<em>Tipp w\u00e4hrend des Tests<\/em>&#8220; gibt es nur f\u00fcr viele Coins und ein einziges Mal pro Sch\u00fcler*in<\/li><li>die ganze Klasse kann &#8222;<em>ein Ergebnis f\u00fcr alle pr\u00fcfen lassen<\/em>&#8222;, was jedoch auf Aufgaben mit wenigen Punkten beschr\u00e4nkt ist<\/li><li>andere Klassenereignisse <em>(z.B. Unterrichtsspiele, Vorlesestunden)<\/em> k\u00f6nnen nur ertauscht werden, wenn die Mehrzahl der Mitsch\u00fcler*innen einverstanden ist.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Zugleich dienen die Coins mir als Lehrer dazu, negatives Verhalten zu sanktionieren.<\/strong> So muss eine Sch\u00fclerin\/ ein Sch\u00fcler Coins abgeben, wenn sie\/ er <em>Hausaufgaben nicht vorzeigt<\/em>, anhaltend <em>den Unterricht st\u00f6rt<\/em> oder <em>andere Kinder beleidigt oder verletzt<\/em>. Weitere Sanktionen erfolgen immer dann, wenn das Fehlverhalten besonders gravierend oder wiederholt aufgetreten ist.<br>Wenn ein Kind keine Coins mehr hat, um Abbitte f\u00fcr ein Fehlverhalten zu leisten, erfolgen automatisch weitere Sanktionen, die in der Regel zu Mehrarbeit f\u00fcr die Sch\u00fclerin\/ den Sch\u00fcler f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Verlauf und Ergebnis<\/h4>\n\n\n\n<p><strong>Das Belohnungssystem ist nun seit etwas mehr als 7 Monaten im Einsatz und findet nach wie vor gro\u00dfen Zuspruch von Seiten der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler.<\/strong> Nat\u00fcrlich wird zu Wochenbeginn stets der Guthaben-Coin eingefordert, aber es werden auch jede Woche Mehrarbeiten geleistet, die dann von mir r\u00fcckgemeldet und belohnt werden. Hier haben sich vor allem <em>Logicals<\/em> und andere <em>R\u00e4tsel <\/em>bew\u00e4hrt, auf die es zeitweise einen echten Run gab. Inzwischen versuchen sich alle im Schreiben eigener Texte im <em>Klassenblog<\/em>, wof\u00fcr sie aufgrund des Mehraufwands nicht nur mit einem, sondern mit bis zu drei Coins belohnt werden. <br><strong>Das Abgeben von Coins bei Fehlverhalten l\u00e4uft ebenfalls problemlos, zumal es mir die M\u00fche erspart, spontan m\u00f6glichst sinnvolle und lehrreiche Konsequenzen zu finden.<\/strong> In Einzelgespr\u00e4chen haben mir die Kinder r\u00fcckgemeldet, dass sie diese Form der Strafe f\u00fcr einmalige Vergehen au\u00dferdem als gerechter empfinden als die direkte Sanktionierung bspw. durch Mehrarbeit. Coins zu verlieren sei zwar \u00e4rgerlich, aber eine faire &#8222;letzte Warnung&#8220; vor h\u00e4rteren Sanktionen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Besonders positive Effekte<\/h5>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><strong>Das kooperative Arbeiten innerhalb der Lerngruppe hat deutlich zugenommen.<\/strong> Jungen wie M\u00e4dchen stehen jederzeit zur Verf\u00fcgung, um Mitsch\u00fcler*innen bei Schwierigkeiten zu unterst\u00fctzen. Die Kommunikation in Arbeitsgespr\u00e4chen ist in der Mehrzahl der F\u00e4lle eine echte Kooperation: Es werden Ideen ausgetauscht und Ergebnisse verglichen, nur selten f\u00e4llt auf, dass L\u00f6sungen einfach nur weitergegeben werden. <\/li><li><strong>Die Kinder nehmen positiven Einfluss auf die Lernatmosph\u00e4re.<\/strong> Sie weisen sich gegenseitig darauf hin, wenn sie sich nicht an Klassenregeln halten und schreiten auch bei Konflikten ein. Sie geben sich aber auch immer h\u00e4ufiger ermutigende R\u00fcckmeldung, wenn sich die M\u00f6glichkeit ergibt. <em>[Etwas weniger Fehlerorientierung w\u00e4re zwar sch\u00f6n, aber das gelingt selbst und Lehrkr\u00e4ften nur zuweilen.]<\/em><\/li><li><strong>Das Klassenklima hat sich deutlich gebessert<\/strong>, was mir insbesondere auch von den anderen Lehrkr\u00e4ften r\u00fcckgemeldet wird, die in der Klasse sind. Gelobt wird dann insbesondere, dass die Sch\u00fcler*innen f\u00fcreinander einstehen und Zusammenhalt zeigen. Besonders transparent wird das in Momenten, wenn ein Kind wegen st\u00f6renden Verhaltens Coins abgeben muss, aber selber keine Coins mehr besitzt. Dann setzen sich oftmals Mitsch\u00fcler*innen f\u00fcr den \u00dcbelt\u00e4ter ein und leihen einen Coin, um ihm die Mehrarbeit zu ersparen. Erstaunlicherweise sind das dann mitunter sogar Kinder, die mit den Sanktionierten nur wenig zu tun haben. Dieser Hauch von Altruismus tut einer Klassengemeinschaft sicher ganz gut. Fast schon t\u00e4glich kommt es au\u00dferdem vor, dass Sch\u00fcler*innen ihre Coins f\u00fcr ein kleines Geschenk oder eine S\u00fc\u00dfigkeit eintauschen, um damit einem anderen Kind eine Freude zu machen.<\/li><li><strong>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besch\u00e4ftigen sich \u00fcber den Unterrichtsstoff hinaus mit Schule und Lernen. <\/strong>Wann immer ich lustige oder spielerische Zusatz\u00fcbungen anbiete, finden sich Kinder, die sich die Aufgaben zumindest einmal anschauen oder sie ausprobieren. Nat\u00fcrlich gibt es Einzelne, die diese freiwilligen Angebote h\u00e4ufiger als andere nutzen, aber alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben im Laufe des Schuljahr mehrmals freiwillig mehr gemacht als auf dem Wochenplan stand.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Unerwartete Entwicklungen und meine L\u00f6sungsans\u00e4tze<\/h5>\n\n\n\n<p>Es war nat\u00fcrlich nicht zu erwarten, dass mein Unterrichtsprojekt durchweg reibungslos funktionieren w\u00fcrde. Tats\u00e4chlich musste ich zu mancher Gelegenheit die Bedingungen etwas anpassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach etwa 3 Monaten reduzierte ich die Zahl der Guthaben-Coins pro Woche von 2 von 1 Coin pro Sch\u00fcler*in. <strong>Mein damit verbundenes Ziel war, die Mehrarbeit noch ein wenig anzukurbeln, denn ich erhoffte, dass die Kinder den nun fehlenden Coin pro Woche durch eine kleine Zusatzarbeit kompensieren w\u00fcrden.<\/strong> Am gleichen Tag brachte ich au\u00dferdem lustige Radiergummis mit, um die Kids zus\u00e4tzlich zu motivieren, sich Coins zu verdienen. Leider trat dieser Effekt nicht ein, denn die freiwillige Mehrarbeit steigerte sich nicht merklich. Stattdessen gaben alle ihre Coins nun jedoch seltener und gewissenhafter aus oder sparten sie lieber. Das war zwar nicht das erhoffte Ziel, aber M\u00e4\u00dfigung ist ja auch keine allzu schlechte Charaktereigenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bis zum heutigen Tag sehen meine Sch\u00fcler*innen es au\u00dferdem kritisch, dass sie ihre Coins nicht einzeln gegen &#8222;hausaufgabenfrei&#8220; eintauschen k\u00f6nnen.<\/strong> [<em>Ich bin der Meinung, dass man Sch\u00fclern immer wieder verdeutlichen sollte, dass Hausaufgaben keine willk\u00fcrliche Zusatzarbeit sind; Hausaufgabengutscheine vermitteln aber genau dieses Bild.]<\/em> Zwischenzeitlich verga\u00dfen dann pl\u00f6tzlich einzelne Kinder recht h\u00e4ufig ihre Aufgaben und &#8222;bezahlten&#8220; dies anschlie\u00dfend mit einem Coin. Das war geschickt, denn so fanden sie doch eine M\u00f6glichkeit, mittels Coins an &#8222;Hausaufgabenfrei&#8220; zu kommen. Daraufhin hob ich die Sanktion f\u00fcr fehlenden Hausaufgaben jedoch auf 2 Coins an. Offensichtlich waren ihnen die Coins dann doch zu schade, denn die Zahl der vergessenen Hausaufgaben sank wieder merklich. Seitdem legen die Tischgruppen lieber einmal im Monat zusammen um hausaufgabenfrei zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt nach nun mehr als einem halben Jahr einige Kinder, die ein ansehnliches &#8222;Guthaben&#8220; an Coins angespart haben (20 oder mehr!). Das liegt mitunter daran, dass diese Kinder auch ohne Belohnungen sehr flei\u00dfig sind und selten negativ auffallen, sodass sie verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig h\u00e4ufig belohnt werden. <strong>Das gr\u00f6\u00dfte Problem f\u00fcr das Unterrichtsspiel ist jedoch, dass die Tauschangebote f\u00fcr sie nicht reizvoll sind und somit ein essenzieller Teil des Spiels f\u00fcr sie wegf\u00e4llt.<\/strong> F\u00fcr diese Sch\u00fcler*innen habe ich zwar hin und wieder Besonderheiten angeboten, beispielsweise besondere B\u00fccher, aber wirklich zufriedenstellend ist diese Situation nicht. Deshalb ermutige ich sie regelm\u00e4\u00dfig, ihre Coins auch im Sinne der Gemeinschaft einzutauschen, was dann auch immer mal wieder umgesetzt wird.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Was mir au\u00dferdem aufgefallen ist<\/h5>\n\n\n\n<p>Zu Beginn lief das Unterrichtsspiel etwas schleppend an. Deshalb habe ich am Ende der ersten drei Wochen f\u00fcr alle sichtbar Zusatzcoins an die Sch\u00fcler*innen verteilt, die etwas Besonderes geleistet oder sich besonders positiv verhalten haben. Dabei habe ich ausf\u00fchrlich erl\u00e4utert, warum ein Kind einen zus\u00e4tzlichen Coin erh\u00e4lt. Im zweiten Schritt habe ich diese Aufgabe dann an die Sch\u00fcler*innen selber \u00fcbertragen mit dem <strong>Auftrag, einem anderen Kind einen Coin zu geben, das ihr\/ ihm in dieser Woche geholfen hat oder etwas Tolles geleistet hat.<\/strong> Diese Aktion kam sehr gut und und die Kids lieben diese Aktionen bis heute. Nat\u00fcrlich habe ich einen Blick darauf, dass die Coins nicht einfach zwischen zwei Kindern getauscht werden, und manchmal rege ich insbesondere die Leistungstr\u00e4ger der Klasse, eher schw\u00e4chere oder traurige Kinder zu belohnen. Alle empfinden es als \u00e4u\u00dferst wertsch\u00e4tzend, von ihren Mitsch\u00fcler*innen gelobt zu werden; die Kinder loben aber auch selber gern und k\u00f6nnen inzwischen recht gut konstruktives Feedback geben (Fremdreflexion). <\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzept des Coin-Systems war urspr\u00fcnglich auch deutlich st\u00e4rker reglementiert. Es gab gut gemeinte Beschr\u00e4nkungen hinsichtlich der Tauschangebote (z.B. <em>nur 2x pro Woche S\u00fc\u00dfigkeiten pro Kind<\/em>) und strikte Vorgaben, wie viele Sch\u00fcler*innen f\u00fcr eine Gruppenaktion wie viele Coins beisteuern mussten. <strong>Diese Regeln waren dadurch mit einem enormen Organisationsaufwand f\u00fcr die Klasse und mich verbunden.<\/strong> Beispielsweise f\u00fchrte ich Listen, wer wann Coins gegen was und f\u00fcr wen eingesetzt hatte, um hierbei den \u00dcberblick zu behalten. Nach einigen Wochen lie\u00df ich diese Buchf\u00fchrung sein jedoch und vertraue seither meinem Gef\u00fchl und der Ehrlichkeit meiner Sch\u00fcler*innen, dass sie nicht \u00fcber die Str\u00e4nge schlagen.<br><strong>Auch die Bereitstellung von Tauschg\u00fctern gestaltet sich recht aufw\u00e4ndig.<\/strong> Zwar erlauben mir die Erziehungsberechtigten, kleinere Betr\u00e4ge hierf\u00fcr aus der Klassenkasse zu nehmen, jedoch kostet es dennoch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel Zeit, die Dinge zu besorgen. Einge Pr\u00e4sente fanden auch nicht den erhofften Zuspruch, aber so habe ich schonmal einen kleinen Fundus f\u00fcr die Abschiedsgeschenke am letzten Schultag.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deutlich untersch\u00e4tzt hatte ich von Anfang an, wie viele Freir\u00e4ume ich den Sch\u00fcler*innen f\u00fcr bestimmte Tauschangebote einr\u00e4umen muss. <\/strong>Zwar finde ich die Idee nach wie vor hervorragend, dass ein Kind nach oder sogar w\u00e4hrend einer Arbeitsphase mit einem Freund etwas spielen kann. Leider bieten sich hierf\u00fcr nicht alle Unterrichtsphasen an, zumal wenn in Gruppen gearbeitet werden soll oder die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler am Ende ein dezidiertes Ziel erreicht haben sollen. Bevor ein Kind dieses Lernziel nicht erreicht hat, ist es anderen nur schwer vermittelbar, dass es sich nun trotzdem anderweitig besch\u00e4ftigen kann, doch zugleich erscheint es dem tauschwilligen Kind nicht fair, dass es nun nicht spielen darf, wenn die Regeln das doch erlauben. Nat\u00fcrlich besteht hier immer die M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen Kompromiss, aber dennoch f\u00fchrte dies im Laufe der Wochen dazu, dass diese Tauschangebote nur sehr selten angenommen wurden (oder besser: werden konnten). In deutlich freieren Unterrichtsszenarien sind solche Tauschoptionen sicherlich deutlich besser einsetzbar als in einem eher strukturierten und gelenkten Unterricht wie meinem.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fazit:<\/h4>\n\n\n\n<p><strong>R\u00fcckblickend betrachtet bin ich der Meinung, dass das Coin-System seinen Zweck erf\u00fcllt hat und immer noch erfolgreich l\u00e4uft. Das Klassenklima hat sich deutlich verbessert, was sich insbesondere in den kooperativ-kommunikativen Unterrichtsphasen, aber auch im Umgang miteinander au\u00dferhalb des Klassenunterrichts zeigt.<\/strong> Die Kids halten nun deutlich st\u00e4rker zusammen und refektieren sehr treffend ihr eigenes und das Klassenverhalten. In Konfliktgespr\u00e4chen h\u00f6ren sie sich gegenseitig zu und finden regelm\u00e4\u00dfig passende und auch kreative L\u00f6sungsans\u00e4tze. Fast alle Sch\u00fcler*innen suchen inzwischen selbst\u00e4ndig Unterst\u00fctzung durch Mitsch\u00fcler*innen oder Lehrpersonen, wenn sie bei einer Aufgabe nicht weiterkommen, und stehen zugleich f\u00fcr andere zur Verf\u00fcgung, wenn diese Hilfe ben\u00f6tigen. <strong>Die Mehrheit der Lernenden leistet regelm\u00e4\u00dfig freiwillig Mehrarbeit, ohne vorher gezielt dazu animiert worden zu sein oder im Anschluss direkt auf die Belohnung durch den Coin zu pochen; sie zeigen also auch das Interesse, sich \u00fcber den Unterrichtsstoff hinaus mit schulischen Materialien zu besch\u00e4ftigen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich muss man bei einem solchen Fazit immer relativierend im Blick behalten, dass diese positiven Effekte nicht bei jedem Kind in gleichem Ma\u00df erkennbar sind. Einzelne sind nach wie vor recht kreativ, wenn es darum geht, m\u00f6glichst wenig zu arbeiten, und andere haben immer noch ihre Probleme im angemessenen Umgang mit Mitsch\u00fcler*innen. Gerade im Bereich der sozialen Kompetenz haben aber alle Kinder Fortschritte gemacht, was sich an den zahlreichen Momenten zeigt, in denen sie sich etwas Gutes zukommen lassen, sei es die Hilfe bei einer Aufgabe oder eine Handvoll Gummib\u00e4rchen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit der Entwicklung der einzelnen Kinder sowie der Klassengemeinschaft bin ich daher sehr zufrieden. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich das Konzept so beim n\u00e4chsten Mal genau so wieder in eine Klassen einbringen w\u00fcrde. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><u><strong>Ich habe mir deshalb drei Stellschrauben vorgenommen, an denen ich das Konzept bei einem n\u00e4chsten Einsatz \u00fcberarbeiten m\u00f6chte:<\/strong><\/u><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Vor den n\u00e4chsten Unterrichtseinsatz werde ich sowohl die Regeln deutlich \u00fcberarbeiten und reduzieren. Diese waren zu Beginn zwar durchaus sinnvoll und durchdacht, schr\u00e4nkten aber Sch\u00fcler*innen wie Lehrer*innen mehr ein als f\u00fcr ein Belohnungssystem sinnvoll, zumal aufgrund des organisatorischen Aufwands. <strong>Erstes Ziel wird daher sein, das Coin-System so zu gestalten, dass es mir und den Sch\u00fcler*innen innerhalb eines Regelkanons mehr Freiheiten l\u00e4sst<\/strong><\/li><li>Die Coins haben im Laufe des Schuljahres die Rolle einer &#8222;Klassenw\u00e4hrung&#8220; bekommen, mit der sie sich S\u00fc\u00dfigkeiten und Gegenst\u00e4nde &#8222;kaufen&#8220; k\u00f6nnen. Das war auf keinen Fall ein erw\u00fcnschter Effekt. Verst\u00e4rkt wurde dies dadurch, dass die Coins als Glassteinchen dinglich erfahrbar sind und daher schnell mit &#8222;Geld&#8220; assoziiert wurden. Die gleiche Schwierigkeit best\u00fcnde jedoch mit Sicherheit auch bei einem virtuellen Punkte-Guthaben wie bei <em>Classcraft<\/em>. Das Problem liegt meines Erachtens in den materiellen Gegenwerten, die sie f\u00fcr Coins erwerben k\u00f6nnen. Diese waren \u00fcber das Schuljahr gesehen deutlich beliebter als die ideellen Tauschangebote, zumal sie greifbarer sind als kleine Arbeitserleichterungen (abgesehen von &#8222;hausaufgabenfrei&#8220;). Damit blieb die Motivation der Kinder jedoch vornehmlich auf einem extrem extrinsischen Niveau. <strong>Mein zweites Ziel wird daher sein, die immateriellen Tauschangebote st\u00e4rker in den Fokus der Kinder zu r\u00fccken und materielle Angebote zu reduzieren.<\/strong><\/li><li>Das Konzept krankte \u00fcber das Schuljahr gesehen daran, dass es f\u00fcr die Sch\u00fcler*innen insgesamt zu wenig Abwechslung bot. Dadurch ging das zu Beginn deutlich gesteigerte Interesse einzelner Kinder, an dem eigenen Lern- und Sozialverhalten zu arbeiten, sichtbar wieder verloren. Salopp gesagt: Mit etwas mehr Kreativit\u00e4t von meiner Seite h\u00e4tte ich aus den Kids noch mehr rausholen k\u00f6nnen. <strong>Drittes Ziel wird daher sein, mehr Abwechslung in das Unterrichtsprojekt zu bringen.<\/strong> [Ideen habe ich bereits: bestimmte Zusatzarbeiten (vielleicht auch individuell zugeschnittene) wochenweise besonders zu belohnen, attraktive Tauschaktionen als Event anzubieten, mehr Freiheiten in meine Unterrichtsplanung integrieren,&#8230;]<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Text ver\u00f6ffentlicht unter <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Lizenz CC BY-SA 4.0<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Bildquelle (Beitragsbild): <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/illustrations\/medaille-auszeichnung-belohnung-3176448\/\" target=\"_blank\">pixabay<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"pixabay (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/team-gras-hochregallager-feld-2444978\/\" target=\"_blank\">pixabay<\/a><\/em>, <em><a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/service\/license\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Pixabay Lizenz<\/a><\/em><br><em>Bildquelle (Muggelsteine): <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"pixabay (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/glassteine-kontrast-muggelsteine-1165137\/\" target=\"_blank\">pixabay<\/a><\/em>, <em><a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/service\/license\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Pixabay Lizenz<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Spiel als ureigener Ausdruck des Menschseins &#8211; so formulierte es Friedrich von Schiller im ausgehenden 18. Jahrhundert. <\/p>\n<p>Nach diesem Motto habe ich in diesem Schuljahr versucht, Klassenklima und Arbeitsverhalten meiner Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu verbessern &#8211; indem ich den Unterricht n\u00e4mlich gewisserma\u00dfen zu einem Spiel gemacht habe. <\/p>\n<p>Wie das geklappt hat und was mir dabei aufgefallen ist, dar\u00fcber berichte ich in diesem Beitrag.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":292,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14,21],"tags":[23,22,24],"class_list":["post-273","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-schulleben","category-unterrichtskonzepte","tag-classroom-management","tag-gamification","tag-grundschule"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=273"}],"version-history":[{"count":30,"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":441,"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/273\/revisions\/441"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/292"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/whataboutblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}